Begleitung für Frauen in der Lebensmitte nach einem Abschied
Der Tod eines Menschen, das Ende einer Beziehung und der Auszug der Kinder verändern das Leben auf unterschiedliche Weise.
Hier findest du den Zugang, der zu deinem Erleben und deiner Situation passt.

Nach dem Tod deines Partners oder deiner Partnerin
Wenn ein Mensch stirbt, fehlt vor allem seine Nähe. Zu deiner Trauer kommen Aufgaben, Entscheidungen und Verantwortlichkeiten, die ihr vorher geteilt habt. Und das kann sehr viel sein.
Gleichzeitig ist dieser Mensch in eurem Zuhause noch überall spürbar: in vertrauten Dingen, im gemeinsamen Schlafzimmer oder an seinem Platz am Tisch. Manches tröstet, anderes ist kaum auszuhalten – und das kann sich von einem Tag auf den anderen verändern.
Du musst noch nicht wissen, wie es weitergeht, was bleiben, gehen oder sich verändern soll.
Zuerst darf sichtbar werden, was dich heute trägt, was dich überfordert, was eine Entscheidung und was noch Zeit braucht.
Wie kann dieses Zuhause langsam deins werden und dabei trotzdem an euer gemeinsames Leben erinnern?

Nach der Trennung von deinem Partner oder deiner Partnerin
Nach einer Trennung können Schmerz, Wut, Erleichterung, Zweifel und neue Freiheit dicht nebeneinanderliegen. Selbst wenn du die Trennung gewollt hast, muss deshalb noch lange nicht klar sein, wie dein Leben jetzt aussehen soll.
Im Zuhause steht vieles noch für ein gemeinsames Wir: Möbel, Erinnerungen, Gewohnheiten und Räume, die ihr miteinander geteilt habt. Was davon gehört wirklich noch zu dir? Wo brauchst du eine neue Grenze? Was willst du nicht nur aus Verletzung oder unter Zeitdruck entscheiden?
Wir schauen genauer hin, bevor du etwas festlegst, das nicht dir und deinen tiefen Bedürfnissen entspricht.
Wie kannst du dich von eurem gemeinsamen Leben lösen, ohne einen Teil von dir selbst zurückzulassen?

Nach dem Auszug deiner Kinder
Wenn die Kinder ausziehen, verändern sich nicht nur die Räume. Auch vertraute Aufgaben, Geräusche und Abläufe fallen weg. Du wirst im Alltag weniger gebraucht und kannst zugleich mehr Freiheit und eine unerwartete Leere spüren.
Das Kinderzimmer soll vielleicht für Besuche erhalten bleiben. Gleichzeitig entsteht der Wunsch, im Zuhause wieder mehr Platz für dich selbst zu finden. Etwas zu verändern kann sich jedoch anfühlen, als würdest du die gemeinsame Familienzeit zurücklassen.
Es geht nicht darum, Räume schnell neu zu nutzen. Zuerst darf sich zeigen, was bleiben soll und was sich langsam weiterentwickeln darf.
Wie kann sich dein Zuhause verändern, sodass die Familienzeit spürbar bleibt und die Kinder sich willkommen fühlen?
Du bist unsicher, wie du beginnen kannst?
Der Orientierungsraum ist der gemeinsame erste Begegnungsort für alle drei Abschiedssituationen.
Wir schauen gemeinsam auf deine aktuelle Lebenssituation, die Fragen, die dich beschäftigen, und darauf, wie du deinen Alltag und dein Zuhause gerade erlebst.
So kann sich zeigen, worum es für dich jetzt wirklich geht, welcher nächste Schritt stimmig sein könnte und was noch Zeit braucht.

