Nach dem Auszug der Kinder




Was bleibt, wenn die Kinder ausziehen?

Zwischen Erinnerungen und freien Räumen: Was soll jetzt mehr Raum in deinem Leben bekommen?

Annette Galinski 
Dipl.-Ing. Architektur 
mit feinem Gespür 
für Menschen und Räume 

Über viele Jahre war dein Alltag davon geprägt, dass jemand dich brauchte und du den Familienalltag organisiert hast. 

Gemeinsame Mahlzeiten am großen Küchentisch, Spielabende im Wohnzimmer, Wäscheberge auf der Treppe, Absprachen über Ausgehzeiten, unerwarteter Übernachtungsbesuch, laute Musik, die durch die Zimmertür das ganze Haus erfüllte. Das pralle Familienleben.

Wenn all das wegfällt, entsteht Raum. 
Doch dieser Raum fühlt sich nicht unbedingt frei an.

Vielleicht genießt du die Ruhe und vermisst gleichzeitig das Leben im Haus. 

Vielleicht bist du stolz darauf, dass deine Kinder ihren eigenen Weg gehen, und fragst dich trotzdem, was von deinem bisherigen Alltag eigentlich noch zu dir passt.

Dein Zuhause bewahrt die Familienzeit

Das Kinderzimmer bleibt zunächst, wie es war. Im Flur fehlen Schuhe und Taschen. Der große Esstisch wird kaum noch genutzt. Ein Wohnzimmer, das lange auf Familie ausgerichtet war, verliert seine bisherige Aufgabe.

Vielleicht möchtest du die Zimmer unangetastet lassen, damit deine Kinder jederzeit zurückkommen können. Vielleicht spürst du den Wunsch, einen Raum endlich selbst zu nutzen und hast dabei ein schlechtes Gewissen.

Die Frage lautet deshalb nicht nur: 

Was mache ich mit dem freien Zimmer?

Darunter können solche Fragen liegen: 

  • Was bleibt von meiner bisherigen Rolle?
  • Was gehört weiterhin zur Familie?
  • Was brauche ich heute selbst?
  • Darf ich etwas verändern, ohne die gemeinsame Zeit abzuwerten?
  • Wie möchte ich leben, wenn der Familienalltag nicht mehr mein ganzes Zuhause bestimmt?

Was liegt unter deinen Entscheidungen?

Vielleicht wird deutlicher, welche Räume und Dinge du bewusst bewahren möchtest und wo eine Veränderung deinen Alltag bereichern könnte.

Vielleicht findest du einen Ort, der stärker dir selbst gehört. Vielleicht bekommt ein Kinderzimmer mit der Zeit eine neue Nutzung, ohne seine Geschichte zu verlieren.

Oder es zeigt sich, dass nicht ein einzelner Raum die eigentliche Frage ist, sondern das Zuhause als Ganzes.

Während das Familienleben Teil deines Lebens bleibt, geht es jetzt darum herauszufinden, was dich weiterhin trägt und was dein heutiges Leben zusätzlich braucht. 

Gemeinsam schauen wir auf dich, deine veränderte Rolle und dein Zuhause

Ich höre zu, frage weiter und betrachte mit dir: 

  • wie sich dein Alltag verändert hat,
  • was weniger gebraucht zu werden in dir auslöst,
  • welche Familienroutinen und Rollen weiterwirken,
  • wie du die freien oder wenig genutzten Räume erlebst,
  • wo du selbst Rückzug, Arbeit, Kreativität oder Begegnung brauchst,
  • welche Veränderung stimmig wäre und was noch Zeit haben darf.

Ich freue mich darauf, dich im Orientierungsraum zu sehen.

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